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Das P.E.S.I.R.Konzept

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Das Konzept von P.E.S.I.R. 

Inhalt:  Das Modell der PsychoMotorik  Konzept  Praxismodell  Mehr zum Thema




Das Modell der PsychoMotorik
 

Der Begriff "PsychoMotorik" kennzeichnet zunächst den allzuoft getrennt vorgedachten, wohl aber untrennbaren Zusammenhang und Zusammenklang zwischen geistig-seelischen("psychischen") und körperlich-sensomotorischen("motorischen") Prozessen in jeder menschlichen Tätigkeit, Persönlichkeit und Entwicklung.

Die Karriere dieses Begriffes wurde maßgeblich durch den Pädagogen E.J.Kiphard imRahmen eines therapeutischen Berufsfeldes("psychomotorische Übungsbehandlung") geprägt und weiterentwickelt.

Inzwischen ist "PsychoMotorik" ein interdisziplinäres, integratives Denk-, Arbeits- und Lehrkonzept in verschiedenen menschenbezogenen Arbeits bzw.Berufsfeldern.               
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Konzept

Nur noch eine eingeschränkte Sichtweise und Interpretation kann heute das Psycho-
Motorik-Konzept als spezielles Förderprogramm für sogenannte "Defizitkinder" sehen
- zur Aggressionsdämpfung, zur Behandlung von Integrationsstörungen, zur speziellen Schulung von Bewegungsfertigkeiten.

Vielmehr steht das PsychoMotorik-Konzept für zwei zentrale Anliegen:

1.Die Grunderneuerung der vorherrschenden Lehr- und Lernkultur im Kindesalter.
Sie richtet sich auf überwiegend bewegungsvermittelnde, sinnlich - konkrete,
unmittelbare, direkte sinnlichkeits- und sinnvertiefende Basiserfahrungen mit viel "Spiel - Zeit - Raum" im Zusammenspiel mit Erwachsenen.

2.Die Grunderneuerung der vorherrschenden, überwiegend isolierenden, konkurrenz-
betonten, "dumpfbackigen" Bewegungskultur im Hinblick auf soziale Integration, Kooperation und reflexive Sinnlichkeit.

In diesem Kontext stehen auch langjährige und nachhaltige Bemühungen um die Gestaltung einer bewegungs- und spielanregenden Lebens- und Lernwelt in Kindertagesstätten(Kindergärten) und Grundschulen.  (zurück nach oben)






Praxismodell

Der Bewegungs-Spiel-Bauplatz im Innenraum (kurz:S.I.R.) ist seit fast 30 Jahren
die Grundsituation für das PsychoMotorik-Konzept.

Viel Praktiker haben sie stetig erprobt und weiterentwickelt. Der S.I.R. dient als
Modell für die Vermittlung und Aneignung weitgehend selbstbestimmter,
vielfältiger, intensiver, vertrauensbildender und verlässlich wiederkehrender Bewegungs-
und Spielerfahrungen.

Innerhalb eines relativ großen, witterungsgeschützten Raumes (Bewegungsraum, Gymnastikhalle,Turn- und Sporthalle o.ä.) mit relativ viel Zeit (80-90min) und in einer angemessenen Gruppengröße (je nach Raumgröße zehn bis zwanzig Kinder) tauchen die Kinder ein in eine vorbereitete Umgebung mit sorgfältig ausgewählten und abgesicherten, aber vor allem aber attraktiven Gerätekonstellationen.Unter Einhaltung weniger, aber fester Grundregeln können sie immer wieder hoch hinaus klettern, abrutschen, Höhlen bauen, mit Rollgeräten fahren, Materialien transportieren. Vor allem aber werden sie ständig ermutigt, ihren "Spielplatz" zu ändern und selbst zu bauen.  (zurück nach oben)


Mehr zum Thema :>> Das Manuskript:
PsychoMotorik als Basiskonzept in einer vorausschauenden sozialräumlichen Strategie sozialer Arbeit
- Grundannahmen und Praxisbeispiel

von Helga Treeß
>>